Jedes Jahr etwas Neues beim Dorner

 

Ob Forellensulz aus Omas Küche, Cabernet-Sauvignon aus dem Zweit-Weingarten im slowenischen Collio oder ein Gastauftritt von Theaterlegende Karl Merkatz – die Familie Hergan liebt es, ihre Gäste zu überraschen.

 

Betriebsübergaben von einer Generation auf die nächste sind in vielen Unternehmen ein langwieriger und mitunter schmerzhafter Prozess. Ganz anders bei der Familie Hergan vulgo Dorner in Reiteregg, wo die neuen Lebensentwürfe der Eltern auch zeitlich ideal mit den ambitionierten Plänen ihres Sohnes zusammengefunden haben. Alois Hergan erinnert sich: „Meine Frau und ich sind im Mai 2015 in einem Weingarten in Brda (Anm.: slowenische Grenzgemeinde nahe dem italienischen Cormons) spazieren gegangen, als wir uns dachten, wir wollen etwas anderes machen, brauchen frische Eindrücke, neue Herausforderungen.“

 

Schon ein Jahr später war im heimischen Betrieb, der beliebten Buschenschank Dorner, der Führungswechsel vollzogen. Sohn Max hatte nach Absolvieren der fünfjährigen Weinbau-HLA in Klosterneuburg und dem zweijährigen Tourismus-Kolleg in Bad Gleichenberg eine Entscheidung getroffen, die selbst seine Eltern überraschte: „Ich stand vor der Wahl, ins Ausland zu gehen, mich dort in einem großen Betrieb einige Jahre lang die Karriereleiter hochzuarbeiten und dann daheim wieder ganz von vorn anzufangen. Ich wollte aber gleich losstarten und mir hier etwas aufbauen.“ So pachtet Max Hergan mit 23 Jahren die Buschenschank Dorner, während sich seine Eltern zusätzlich zum bestehenden Weinbau (fünf Hektar) in Sankt Bartholomä einen zweiten in Neblo im slowenischen Collio zulegten. Dort gedeihen in bester, absolut frostsicherer Lage Cabernet-Sauvignon, Ribolla Gialla und Pinot Grigio.

 

Max Hergan will seine Buschenschank Dorner auf der Qualitätsschiene weiter ausbauen. Dank einer Gastronomie-Konzession kann er die Gäste mit dem gesamten Spektrum von der familiären Nachmittagsjause im lauschigen Gastgarten bis zum Abendempfang mit warmem Buffet für 100 Personen verwöhnen. Ihm und seinem 15-köpfigen Team, in der Küche nach wie vor von Oma Maria verstärkt, verlangt das an starken Tagen auch konditionell viel ab: Bis zu 14 Kilometer legt Max Hergan dann mit dem Tablett zwischen Schank und Gastgarten zurück, einige davon im Laufschritt. Sein Ziel: Den Gästen jedes Jahr zumindest eine Überraschung zu servieren.

 

Buschenschank Dorner
Reiteregg 44
T 0 3123 2288