Historisches

Auf das Jahr 1239 weist eine Inschrift in der Alten Kirche auf St. Bartholomä hin. Dies ist das älteste Dokument für das Bestehen der Gemeinde. Zur  jüngeren Geschichte der Gemeinde gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert Aufzeichnungen. Seit jeher wurde in der Gemeinde eine gemischte Landwirtschaft betrieben, vor allem Wein-, Acker-, und Obstbau, sowie Milch- und Viehwirtschaft.

Im Jahr 1770 wurden alle Häuser der heutigen Gemeinde zur leichteren Erhebung der Steuern und der Rekruten erstmals mit Hausnummern versehen und zu Ortsgemeinden zusammengefasst, wobei bei der Grenzziehung Rücksicht auf die Pfarrgrenzen genommen wurde. Da damals die Pfarre St. Bartholomä nicht aus geschlossenen Ortschaften bestand wurde diese einfach nach der Pfarrkirche, dem Schloss Reiteregg sowie nach Ortschaften in den jeweiligen Gebieten benannt. So entstanden neben den Ortsgemeinden Sankt Bartholomä und Reiteregg auch Jaritzberg und Lichtenegg. 1789 wurden einzelne Äcker, Wiesen, Weingärten und Wälder für die Steuererhebung neu vermessen und in den Josefinischen Kataster eingetragen. Da dieser zu ungenau war, wurde die Pfarre 1823 für den Franziszeischen Kataster neu vermessen und die heute noch gültigen Grenzen für Katastralgemeinden, ohne Rücksicht auf die bestehenden Pfarrgrenzen, gezogen. Da dadurch die Grenzen der alten Ortsgemeinden nicht mehr deckungsgleich mit den neuen Katastralgemeinden waren, wurde 1830 eine erneute Hausnummerierung durchgeführt. Als im Jahr 1848 die Grundherrschaften abgeschafft wurden kamen die bisher eigenständigen Ortsgemeinden als Katastralgemeinden zu Sankt Bartholomä.

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde neben der Erweiterung um andere Wirtschaftszweige auch auf eine entsprechende Gesamtentwicklung in allen Bereichen des täglichen Lebens wertgelegt. Die Hauptzielrichtungen der Arbeit nach 1945 waren daher die Errichtung einer Ortswasserleitung, der Ausbau von Straßen und Wegen sowie Maßnahmen in den Bereichen Wohnbau, Gesundheit und Soziales.

In den Jahren 1949 bis 1952 wurde eine Volksschule gebaut, die von 1982 bis 1984 einer grundlegenden Sanierung unterzogen wurde. 1984 folgte die Verleihung des Gemeindewappens durch den damaligen Landeshauptmann Dr. Josef Krainer. Das gesamte Jahr 1989 stand im Zeichen des 750 Jahr – Jubiläums. Im Juni 2000 erfolgte die offizielle Inbetriebnahme des neuen Amtsgebäudes.

In der Gemeinde und ihrer Umgebung befinden sich eine Reihe kleiner, wirtschaftlich nicht abbauwürdiger Erz- und Kohlelagerstätten, die zu jenen des Grazer Paläozoikums gehören. Sie wurden eingehend untersucht.

 

Bürgermeister von Sankt Bartholomä

Johann TRACK (1870–1897)

Vinzenz FRAGNER(1897–1900)

Andreas SCHÜTZENHOFER (1901–1919)

Johann MARCHEL vlg. Kirchenleitenhußler (1919–1938 und 1945–1946)

Johann MARCHEL vlg. Hydenjogl (1938–1939)

August SCHOBER vlg. Faßlbauer (1940–1941)

Franz SUPPAN (1941–1945)

Johann REICHER vlg. Strimbauer (1947–1955 und 1970–1982)

Josef DIRNBERGER vlg. Teufenbacher (1955–1970)

Erich GOGG (1982–2005)

Josef BIRNSTINGL (seit 2005)

 

Ehrenbürger

† LH Dr. Anton RINTELEN (1922)

†  Dr. Otto v. HABSBURG (1934)

† Herr GATTERMAIER (Vorname unbekannt)  (1935)

† Bgm Josef DIRNBERGER (1970)

† Landtagspräs. Univ. Prof. Dr. Hanns KOREN (1973)

† KR Dr. Eduard PAYER (1973)

† Bgm Johann REICHER (1984)

† LH a.D. Dr. Josef KRAINER (1984)

† OSR Hans HUBER  (1993)

Bgm. a. D. Erich GOGG

 

Ehrenringträger

† Josef FÜRPASS sen.

† OSR Hans HUBER

† LH a. D. Dr. Josef KRAINER

† Josef STRASSER

Franz SCHOBER

† Johann FRITZ

Gerhard TÜCHLER

Dechant Mag. Pater Paulus Kamper OCist