Neubau Kindergarten
Foto: Lercher

Investition in die Zukunft

Viele von euch werden es bereits wissen, die Gemeinde Sankt Bartholomä plant den Neubau eines dreigruppigen Kindergartens und einer Kinderkrippe. Als Standort wurde der Bereich nordwestlich vom Musikerheim beim derzeitigen Beachvolleyballplatz ausgewählt.

 

Es war uns wichtig, dass die örtliche Nähe zur Volksschule erhalten bleibt. Dies hat sich bisher, wo Kindergarten und Volksschule im selben Gebäude unterbracht sind, sehr gut bewährt. Weiters befinden sich unsere Sporteinrichtungen (Sportplatz, Streetsoccerplatz etc.) im unmittelbaren Nahbereich. Auch der nahegelegene Wald sowie die Tatsache, dass es sich um einen Standort handelt, der vom starken Verkehr etwas abgelegen ist, hat zur Entscheidung maßgeblich beigetragen. Der Beachvolleyballplatz muss verlegt werden. Auch dafür haben wir bereits einen passenden Platz gefunden. Das Grundstück, auf dem der Kindergarten gebaut werden soll, befindet sich im Eigentum der r.k. Pfarrpfründe St. Bartholomä an der Lieboch. Die Kaufverhandlungen sind abgeschlossen, mittlerweile liegen auch die erforderlichen Zustimmungen der Gremien vor.

Die Planung wurde an die Firma Architektur ARTiVO aus Köflach vergeben. Die Gemeinde Sankt Bartholomä hat mit diesem Planungsbüro sehr gute Erfahrungen gemacht. Sowohl die neue Ortsgestaltung im Bereich der Kegelstatt als auch die Wohnanlagen neben unserem Arzthaus und zwischen der Landesstraße und dem Lagerhaus wurden von dieser Firma geplant.

Selbstverständlich haben wir uns auch intensiv mit der Frage beschäftigt, ob dieser Neubau überhaupt notwendig ist. Eine diesbezügliche Bedarfsprüfung im Zusammenhang mit der Errichtung zusätzlicher Kinderbetreuungsplätze wurde vom Land Steiermark durchgeführt und positiv beurteilt. Eine solche positive Bedarfsprüfung ist auch Voraussetzung, um überhaupt Fördermittel zu erhalten. Ein weiterer Aspekt erscheint mir in diesem Zusammenhang ganz wichtig zu sein. Die Verweildauer der Kinder im Kindergarten nimmt stark zu. Was heißt das: Früher sind die Kinder ein Jahr vor Schulbeginn in den Kindergarten gegangen. Mittlerweile ist es üblich, dass Kinder ab dem 3. Lebensjahr und zum Teil schon früher Kinderbetreuungseinrichtungen besuchen. Dies führt dazu, dass auch bei einer gleichbleibenden Geburtenrate der Bedarf enorm steigt. Unsere Gemeinde liegt im Bezirk Graz-Umgebung. Graz-Umgebung ist wiederum hinsichtlich der Einwohnerzahl einer der am stärksten wachsenden Bezirke österreichweit. Viele umliegende Gemeinden wurden bereits vor Jahren mit der Situation von fehlenden Kinderbetreuungseinrichtungen und damit mit einer Erweiterung konfrontiert. Unsere Gemeinde wird auch als Wohnsitzgemeinde immer interessanter und beliebter. Dies führt wiederum zu einem Zuzug und zu einer wachsenden Einwohnerzahl. Die geplante Errichtung von 23 Wohneinheiten gegenüber dem Friedhof ist das beste Beispiel dafür.

Ein weiterer Ausbau (z.B. Dachboden) unseres Volksschulgebäudes kam nicht mehr in Frage, da uns dafür die erforderlichen Freispielflächen fehlen. Auch die Nachnutzung der Räumlichkeiten, in welchen sich die Kindergartenkinder derzeit aufhalten, ist geklärt bzw. gegeben. Das Erdgeschoss unserer Volksschule wurde zu einem Kindergarten umgebaut und wird nach dem Neubau wiederum den Volksschulkindern zur Verfügung gestellt. Dies ist auch unbedingt notwendig, da mittlerweile wieder 82 Schüler und Schülerinnen (Tiefststand war vor Jahren eine Zahl von 45 Kindern) unsere Volksschule besuchen. Im wahrsten Sinne des Wortes, wir platzen aus allen Nähten.